Ohne Energieausweis wird’s teuer

IfEA Institut für Energieausweis hat bereits über 5.000 Energieausweise für die Immobilienwirtschaft erstellt

Am 1. Dezember tritt das neue Energieausweis-Vorlage-Gesetz in Kraft. Es schreibt vor, dass jede Immobilie einen Energieausweis haben muss und bei jedem Inserat auch die Energiekennzahl angegeben werden muss. Neu ist zudem, dass bei einem Verstoß gegen die Vorlagepflicht oder die fehlende Angabe Verwaltungsstrafen von bis zu 1.450 Euro drohen. Die IfEA, ein Tochterunternehmen der Energie AG Oberösterreich, ist Vorreiter beim Thema Energieausweis.

 

Inseratangaben verstehen

Die Energiekennzahl wird künftig in Inseraten mit einem technischen Kürzel wie "HWB 45" angegeben. Um Licht in diese Fachbegriffe zu bringen, klärt der technische Leiter der IfEA, Johannes Wiesinger, auf: "HWB 45 bedeutet, dass zur Beheizung des Gebäudes laut Energieausweis 45 kWh pro Quadratmeter pro Jahr notwendig sind. Das entspricht in Oberösterreich dem Neubaustandard und ist schon energiesparend. Nicht sanierte Altbauten benötigen oft das Dreifache an Energie und sind zum Beispiel mit HWB 130 gekennzeichnet."

 

Der Energieausweis ist der erste Schritt zur optimalen Sanierung

Die IfEA setzt sich seit 2006 mit dem Energieausweis detailliert auseinander. Das Beratungsunternehmen hat über 5.000 Energieausweise erstellt. Zudem setzen große Unternehmen aus der Immobilienwirtschaft auf das Know-how der IfEA. Grundlage des Erfolgs ist das Prinzip, dass der Energieausweis aber nicht nur ein Gesetz erfüllen soll: Die Daten, die ihm zu Grunde liegen, können von der IfEA weiter verwendet werden, um zum Beispiel das Sanierungspotenzial eines Gebäudes und die wirtschaftlichsten Sanierungsvarianten zu berechnen. IfEA-Geschäftsführer Michael Mascherbauer bestätigt den Erfolg dieses Ansatzes: "Die Sanierungsberechnungen, kombiniert mit den durch IfEA vorbereiteten Förderansuchen, werden von Immobilieneigentümern angesichts steigender Energiekosten und neuer Förderungen immer häufiger in Anspruch genommen."

 

Zertifizierte Prüfstelle für den Energieausweis

Der Energieausweis bekommt durch die aktuelle Gesetzesnovelle einen neuen Stellenwert, was qualitativ hochwertige Bestandsaufnahme und Analyse erfordert. Zur IfEA gehört seit 2009 auch eine unabhängige und zertifizierte Prüfstelle für den Energieausweis. Strittige Energieausweise werden hier überprüft, die Experten der IfEA können Gutachten zu Energieausweisen erstellen, denn der Energieausweis, den der Verkäufer oder Vermieter vorlegt, ist rechtsverbindlich - stimmen die Daten im Energieausweis nicht, kann der Käufer oder Mieter Schadenersatz einklagen.

 

Qualität beim Energieausweis zählt

Der Energieausweis ist also auch ein Faktor, um den Wert eines Gebäudes zu bestimmen. Die Qualität des Energieausweises, der dann für 10 Jahre gilt, ist somit ein Haftungsthema - denn der Aussteller haftet für die Richtigkeit des Energieausweises. Bei der Auswahl des Energieausweiserstellers ist daher geboten, einen beständigen und professionellen Dienstleister zu beauftragen.

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